Dokumente zum Zeitgeschehen

»Die ›Terrorgramszene‹ ist nicht nur ein sicherheitsbehördliches Problem. Sie ist ein Spiegel gesellschaftlicher Brüche«

Bundesweite Studie des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, 9.1.2026

Die Terrorgramszene ist nicht nur ein sicherheitsbehördliches Problem. Sie ist ein Spiegel gesellschaftlicher Brüche: von familiärer Vernachlässigung, sozialer Desintegration, digitaler Überforderung und dem Bedürfnis junger Menschen nach Zugehörigkeit. Wer diese Szene allein als „Polizeiproblem“ betrachtet, greift zu kurz.

Gleichzeitig zeigt der Bericht auch positive Aspekte. Das Frühwarnsystem der Sicherheitsbehörden funktioniert in vielen Fällen; zahlreiche schwere Straftaten konnten verhindert werden. Engagierte Polizistinnen und Polizisten, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Beratungsstellen haben schlimmste Straftaten verhindert und Leben gerettet. Diese Erfolge müssen anerkannt und als Motivation verstanden werden, die bestehenden Strukturen weiter auszubauen.

Am Ende steht eine doppelte Botschaft: Einerseits die nüchterne Erkenntnis, dass die Gesellschaft mit einer realen, gefährlichen und jugendzentrierten Form des Terrorismus konfrontiert ist. Andererseits trifft die ermutigende Einsicht zu, dass Prävention wirkt, dass Ausstiege möglich sind und dass jede verhinderte Tat ein Gewinn für die Gesellschaft und das subjektive Sicherheitsgefühl aller Menschen ist.

Die vollständige Studie finden Sie hier.