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»Ein Verzicht auf die BAföG-Erhöhung ist zukunftsvergessen«

Pressemitteilung des Deutschen Studierendenwerks, 1.6.2026

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat offenbar jegliches Interesse an der jungen Generation verloren. Von Engagement fürs BAföG und für die Studierenden ist bei ihr keine Spur. Ihre Argumentation zeigt vielmehr, dass sie sich von der Lebenswirklichkeit der Studierenden anscheinend völlig entkoppelt hat. Während Milliardensummen für den Tankrabatt, die Mütterrente, eine höhere Pendlerpauschale und subventionierten Agrardiesel ausgegeben werden, wollen anscheinend die Ministerin selbst und vor allem die Unions-Fraktion Studierende vier weitere Jahre mit Nullrunden abspeisen.

Bricht die Koalition ihr BAföG-Versprechen, drohen somit sechs Jahre ohne eine Anpassung der Förderung an die gestiegenen Preise. Angesichts der Preisentwicklung in den vergangenen Jahren ist das real eine kräftige Kürzung. Die jetzt anstehende Erhöhung der BAföG-Wohnkostenpauschale wäre gar nicht so teuer, allein im laufenden Haushalt kostet der Tankrabatt fast das 25-fache davon.

Ein Verzicht auf eine BAföG-Erhöhung ist zukunftsvergessen. Denn die Studierenden von heute sind die Ingenieur*innen, IT-Expert*innen, Lehrkräfte und Ärzt*innen von morgen. Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation geht nun Schritt für Schritt in Rente. Studienabbrüche aus Geldmangel kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten. Die Ministerin und die Unions-Fraktion sägen an dem Ast, auf dem sie selbst sitzen.

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