Pressemitteilung des Deutschen Journalisten-Verbandes Thüringen, 15.9.2022
Mit großen Unverständnis hat der Deutsche Journalisten-Verband in Thüringen das heute ergangene Urteil im sogenannten Fretterode-Prozess zur Kenntnis genommen. „Die Tat war nicht nur ein Angriff auf die beiden Journalisten, sondern ein gezielter Einschüchterungsversuch mit dem Ziel, Berichterstattung zu unterbinden“, so Heidje Beutel, Vorstandsvorsitzende des DJV Thüringen. „Ich habe daher meine Zweifel, ob das Urteil eine angemessene Strafe dafür ist und befürchte eine Signalwirkung in die völlig falsche Richtung.“
Das Landgericht Mühlhausen hatte gegen die beiden Angeklagten aus der rechtsextremen Szene heute Bewährungsstrafen sowie Arbeitsstunden verhängt. Damit blieb das Urteil weit unter den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Vorsitzende Richterin hatte die Attacke, bei der beide Opfer verletzt wurden, nicht als gezielten Angriff auf Journalisten und auf die freie Presse gewertet.
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