Dokumente zum Zeitgeschehen

»Ganztagsbetreuung in der Grundschule finanziert sich zum Teil selbst«

Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), 20.1.2020

In der Studie wird beleuchtet, inwiefern der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder zu Veränderungen in der Erwerbstätigkeit und im Erwerbsvolumen von Müttern führt. Der Hauptfokus dieser Studie ist die Abschätzung der mit einer zunehmenden Erwerbstätigkeit verbundenen fiskalischen Effekte. 

Die zu erwartenden Veränderungen der Erwerbstätigkeit von Müttern in Bezug auf Erwerbsbeteiligung und Erwerbsvolumen führen zu höheren Brutto-Einkommen der Familien und dadurch zu Veränderungen im Aufkommen der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, sowie ebenfalls zu Veränderungen bei Sozialtransfers. Den mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder verbundenen fiskalischen Mehreinnahmen stehen Kosten des Ganztagsausbaus gegenüber.

Vergleicht man diese fiskalischen Mehreinnahmen mit den Gesamtkosten des Ausbaus des Angebotes an ganztägigen Betreuungsplätzen für Grundschulkinder, die in früheren Studien geschätzt wurden, so ergibt sich auf dieser Basis ein „Selbstfinanzierungsanteil“ von 32 bis 72 Prozent. Setzt man die jährlichen fiskalischen Mehreinnahmen nur in Relation zu den jährlichen Betriebskosten der zusätzlich nachgefragten Ganztagsplätze, so ergibt sich ein Selbstfinanzierungsanteil je nach Szenario von 40 bis 89 Prozent.

 

Die vollständige Studie finden Sie hier.