Dokumente zum Zeitgeschehen

»Harte Sanktionen helfen die Frauenquote einzuhalten«

Studie des DIW, 18.9.2019

 In den Ländern, die die Geschlechterquote mit harten Sanktionen wie finanziellen Strafen oder sogar einer Unternehmensauflösung verbinden, stieg der Frauenanteil in den Spitzengremien der größten börsennotierten Unternehmen deutlich stärker als in Ländern mit moderaten Sanktionen (beispielsweise der „leere Stuhl“ in Deutschland) oder ohne Sanktionen. Neben dem privatwirtschaftlichen Sektor werden Geschlechterquoten zunehmend auch für andere Bereiche wie Politik, Wissenschaft oder Medien diskutiert. Die vorliegenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Erwartungen an freiwillige Selbstverpflichtungen auch für Sektoren jenseits der Privatwirtschaft nicht zu hoch sein sollten. Verbindliche Geschlechterquoten mit Sanktionen im Fall der Nichteinhaltung scheinen das wirksamste Mittel zu sein, damit Männer und Frauen künftig gleichmäßiger in entsprechenden Gremien vertreten sind.

Die komplette Studie finden Sie hier.