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»Klimapaket wirkt sich nur gering auf Beschäftigung aus«

Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 15.1.2020

Insgesamt zeigt das Szenario, dass die Auswirkungen des Klimaschutzprogramms 2030 unter Berücksichtigung der Änderungen aus dem Bund-Länder-Kompromiss auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Saldo nur gering ausfallen werden, aber zu einem größeren Umschlag von Arbeitsplätzen führen. Nicht betrachtet wurde, inwiefern das Klimapaket für die Zielerreichung bezüglich der Emissionen ausreicht. Dies wurde bereits von vielen Instituten analysiert und bewertet (Bach et al. 2019, Wuppertal Institut 2019, ifo Institut 2019, Rickels 2019).

Die Ergebnisse zeigen, dass zwar das Wirtschaftswachstum langfristig etwas schwächer als im Vergleichsszenario ausfallen wird, der Arbeitsmarkt jedoch nicht in dieselbe Richtung schwenken wird. Dies liegt vor allem daran, dass hauptsächlich beschäftigungsintensive Branchen wie das Baugewerbe von den Maßnahmen profitieren, denn im Gegensatz zu vielen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes, hat das Baugewerbe einen höheren Anteil an Erwerbstätigen als an der Bruttowertschöpfung. Auch wird deutlich, dass die positiven Arbeitsmarkteffekte überwiegend temporärer Natur sind. Mit Wegfall der baulichen Maßnahmen werden die neu geschaffenen Stellen im Baugewerbe wieder verschwinden.

Die vollständige Studie finden Sie hier