Umfrage des Sachverständigenrats für Integration und Migration, 15.11.2023
Unsere Daten zeigen, dass es ein Ungleichgewicht bei polizeilichen Kontrollen im öffentlichen Raum gibt. Menschen mit Migrationshintergrund werden häufiger überprüft als Menschen ohne einen solchen Hintergrund.
Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass bei Polizeikontrollen intersektionale Effekte auftreten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Polizeikontrolle unterscheidet sich nicht nur nach phänotypischer Differenz, sondern gleichzeitig auch nach weiteren Merkmalen wie Geschlecht und Alter.
Racial Profiling lässt sich in Deutschland nicht anhand administrativer Daten untersuchen, da die entscheidenden Merkmale in den einschlägigen Statistiken nicht erfasst werden. Repräsentative Erhebungen wie das SVR-Integrationsbarometer sind daher eine wichtige Basis, um das Phänomen zu untersuchen.
Den vollständigen Bericht zur Umfrage finden Sie hier.