Papier von Miteinander e.V., 16.9.2026
Eine mögliche rechtsextreme Regierungsübernahme bedroht nicht nur demokratische Institutionen und Prinzipien, sondern auch ganz konkret Menschen mit Migrationshintergrund, Engagierte vor Ort, darunter häufig Jugendliche; Kulturschaffende sowie die demokratische Zivilgesellschaft. Organisationen, die sich gegen Rechtsextremismus und für Demokratie einsetzen, müssen mit gezielten Angriffen, dem Entzug öffentlicher Mittel, Einschüchterung und dem Versuch ihrer Marginalisierung rechnen. Umso wichitger sind jetzt Solidarität, überregionale Unterstützung, sichtbare Bündnisse und eine Zivilgesellschaft, die sich nicht vereinzeln oder zum Schweigen bringen lässt.
Dieses Papier bündelt Strategievorschläge dafür, wie demokratische Akteur*innen auch nach einem politischen Machtwechsel handlungsfähig bleiben, Schutz organisieren und gesellschaftliche Räume für Demokratie offenhalten können.
Zudem beobachten wir eine Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: für bestimmte Regionen wirken die Entwicklungen in Ostdeutschland weit weg wie ein fernes, fremes Grollen. Und das, obwohl die AfD in Umfragen auch bundesweit stärkste Kraft ist. Für die Betroffenen entfaltet sich hingegen bereits jetzt die existenzielle Wucht von Bedrohung, Verschwinden und Verstummen. Diese Ungleichzeitigkeit spiegelt sich auch in existierenden Handlungsempfehlungen für die demokratische Zivilgesellschaft wider. Der Großteil adressiert etwas, das wir Strategien präventiver Resilienz nennen: Empfehlungen für ein Handeln in einem wachsenden feindseligen Klima, aber innerhalb stabiler demokratischer Verhältnisse; Empfehlungen, wie mit Angriffen und Anfeindungen umgegangen werden kann oder Träger sich auf Szenarien rechtsextremer Machtgewinne vorbereiten können.
Das vollständige Papier finden Sie hier.