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»Unsere Erde ist kein Konto, dass wir ohne Konsequenzen Jahr für Jahr überziehen können«

Pressemitteilung des BUND anlässlich des Welterschöpfungstages, 29.7.2019

Der globale "Erderschöpfungstag" (Earth Overshoot Day) fällt in diesem Jahr bereits auf den 29. Juli. Ab diesem Tag hat die Menschheit nach Berechnungen des "Global Footprint Network" bereits die gesamten natürlichen Ressourcen verbraucht, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen und regenerieren kann. Der Erderschöpfungstag findet damit drei Tage früher statt als 2018 und sogar knapp zwei Monate früher als noch im Jahr 2000. Um ihren Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung aktuell 1,75 Erden, gemessen am deutschen Verbrauch sogar drei. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mahnt zu einer radikalen Kehrtwende in der Art wie wir wirtschaften und leben.

"Brütende Hitzesommer, sterbende Wälder und Ausnahmezustände aufgrund von Unwettern werden mit der fortschreitenden Ausbeutung unseres Planeten zur neuen, katastrophalen Normalität", sagt Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender. "Von der Bundesregierung erwarten wir, dass sie eine ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung endlich zur politischen Maxime macht und sich vom Wachstumsparadigma verabschiedet: Umweltpolitik darf nicht länger unter dem Wachstumsvorbehalt der Wirtschaft stehen. Weniger Verbrauch lässt sich gut mit mehr Lebensqualität vereinbaren, wenn die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft."

Die vollständige Pressemitteilung des BUND lesen Sie hier.