Dokumente zum Zeitgeschehen

»Wie das Fernsehen die Unterschichten vorführt«

Diskussionspapier der Otto-Brenner-Stiftung, 7.4.2020

Angehörige der Unterschichten bekommen im "Unterschichtenfernsehen" ein Zerrbild von sich selbst präsentiert – und die übrige Gesellschaft ignoriert das weitgehend: sowohl die Armut selbst, die mitten im reichen Deutschland existiert, als auch die medialen Klischees, die über die Betroffenen verbreitet werden. Dieses kritische Resümee zieht Autor Bernd Gäbler in "Armutszeugnis", einer neuen OBS-Publikation über Fernsehberichterstattung.

Der in Bielefeld lehrende Medienwissenschaftler Bernd Gäbler hat mehr als hundert Stunden RTL II geschaut und dann insbesondere Sendungen wie "Hartz und herzlich" und "Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?" unter die Lupe genommen. "Im Tarnkleid des Mitgefühls", so Gäbler, "pflegt der Sender einen Extremismus des Elends und lockt besonders krasse Charaktere vor die Kamera." Aber auch Formate von RTL wie "Zahltag! Ein Koffer voller Chancen" und zahlreiche Berichte von ARD und ZDF, in denen Armut thematisiert wird, werden beschrieben und bewertet.

Das vollständige Papier finden Sie hier.