Dokumente zum Zeitgeschehen

»Wohnsitzauflagen für Geflüchtete erschweren Jobsuche«

Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 28.1.2020

Die Wirkungen von Wohnsitzauflagen sind umstritten: Die einen erwarten von einer gleichmäßigen Verteilung der Geflüchteten und einer Verringerung der räumlichen Konzentration bessere Integrationschancen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft. Die anderen vermuten, dass die Informations- und Suchkosten steigen und insbesondere Personen, die auf strukturschwache Regionen verteilt wurden, schlechtere Integrationschancen haben.

Die Schätzergebnisse zeigen, dass die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Personen, die zum Befragungszeitpunkt einer regionalen Wohnsitzauflage unterliegen, geringer ist als von Personen, für die das nicht zutrifft.

Auch sprechen die Befunde dafür, dass Geflüchtete, die einer regionalen Wohnsitzauflage unterliegen – gemessen an der dezentralen Unterbringung im Vergleich zu einer Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften – eine weniger gute Wohnraumversorgung haben als jene, die dieser Beschränkung nicht unterliegen. Demgegenüber zeigt sich kein oder kein eindeutiger Zusammenhang mit dem Niveau der deutschen Sprachkenntnisse und der Teilnahme an Integrationskursen.

 

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.