Dokumente zum Zeitgeschehen

»Zehn humanitäre Krisen, die 2019 keine Schlagzeilen machten«

Studie der Hilfsorganisation CARE, 28.1.2020

2019 gingen Aktivistinnen und Aktivisten in Ländern auf der ganzen Welt auf die Straße – für Klimaschutz, Demokratie und andere Anliegen. Die Botschaft lautete: Jede und jeder hat das Potenzial, Veränderung zu bewirken. Globale Bewegungen verbreiten sich zunehmend viral und streuen Nach-richten so schnell und breit wie nie zuvor. Ob es sich um Menschen handelt, die an der #trashtag-Herausforderung teilnahmen, um eine junge schwedische Frau, die die globale Klimabewegung inspiriert hat, oder um zehntausende Menschen, die vom sudanesischen Khartum bis nach Santiago de Chile protestierten, um von ihren Regierungen Veränderung einzufordern – die Ergebnisse waren online und offline zu spüren.

Was ist aber mit denen, die ihre Stimme nicht erheben konnten? Hat die Welt auch von den zahlreichen Krisen, die sich abseits der Schlagzeilen abspielten, Kenntnis genommen? In diesem Report stellen wir zehn humanitäre Krisen vor, über die 2019 zwar kaum berichtet wurde, von denen aber über 51 Millionen Menschen betroffen sind. [...]

Mit der mittlerweile vierten Ausgabe des Berichts „Suffering In Silence“ wird deutlich, dass bestimmte Länder jedes Jahr erneut auf der Liste der am wenigsten medial beachteten Krisen stehen. Während wir die Analyse von Online-Medienseiten für diesen Report um die Sprachräume Spanisch und Arabisch erweitert haben (zusätzlich zu Englisch, Französisch und Deutsch), ähneln die Ergebnisse denen der Vorjahre sehr: Sechs der zehn hier gelisteten Krisen waren bereits von 2015 bis 2018 mindestens zweimal im Ranking enthalten. Neun der zehn Krisen, die 2019 ermittelt wurden, ereignen sich auf dem afrikanischen Kontinent. Ausgelöst werden diese Krisen beispielsweise durch Dürren und daraus resultierende Ernährungsunsicherheit, Vertreibung, Konflikte oder Epidemien.

Die vollständige Studie finden Sie hier.