Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, 20.08.2026
„Der Klimawandel führt zu einer Zunahme der Brandaktivität in ganz Europa, da sich heiße, trockene und windige Bedingungen verschärfen“, sagt PIK-Forscher Maik Billing, Leitautor der heute in Global Change Biology veröffentlichten Studie.
„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die verbrannte Fläche selbst bei einer vergleichsweise geringen Erwärmung um etwa 1,8 °C deutlich zunehmen könnte. Wenn wir jedoch mehr Emissionen verursachen und die globalen Temperaturen um etwa 3,6 °C steigen, werden Brände wesentlich häufiger auftreten, insbesondere im Mittelmeerraum sowie in weiten Teilen West- und Mitteleuropas, einschließlich Gebieten, in denen es bisher kaum Brände gab“, fügt Billing hinzu.
Die Forscher verglichen den prognostizierten Jahresdurchschnitt für den Zeitraum 2070 -2100 mit dem modellierten Referenzzeitraum 2000 - 2030.
Die Studie verfolgt zudem einen zweiten Ansatz, mit dem die Auswirkungen von Maßnahmen zur Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Bränden in einer Welt mit höheren Temperaturen untersucht werden. Dieser Ansatz wurde von den Co-Autoren der Studie von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung entwickelt. Kontinuierliche Verbesserungen im Brandmanagement könnten die Brandfläche in einem 1,8 °C-Szenario um 92 Prozent und bei etwa 3,6 °C um 72 Prozent reduzieren. Die Autorinnen und Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit des Brandmanagements in einem deutlich wärmeren Klima möglicherweise zu optimistisch ausfallen.
Die vollständige Studie finden sie hier.