Ausgabe Februar 1991

Leningradhilfe: Brief an die Leserinnen und Leser der Blätter

An die Leserinnen und Leser der „Blätter"

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre große Bereitschaft zur Leningrad-Hilfe. Wie schon in den Januar-„Blättern" mitgeteilt, hat die deutsche Sektion der internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) sich bereit erklärt, für die Abwicklung zu garantieren. Wir haben Herrn Dr. Suitbert Hoffmann zur federführenden Kontaktperson bestimmt. Dr. Hoffmann war früher Chefarzt am St.-Petri-Hospital in Warburg und hat diesen Posten verloren, weil er sich weigerte, an der dortigen „Katastrophenschutz"-Planung mitzuwirken; er ist heute niedergelassener Gynäkologe in Kassel.

Dr. Hoffmann und ich haben mehrmals die Sowjetunion besucht, beide sind wir bei der ersten „offiziellen" IPPNW-Delegation gewesen, die dies 1986 tat, damals, als wir wegen unserer Forderung „Kooperation statt Konfrontation" noch öffentlich angefeindet wurden. Ich kenne Leningrad gut, Dr. Hoffmann noch besser. Kontaktmann vor Ort wird Dr. Boris Bondarenko sein, Professor der Kardiologie in Leningrad und IPPNW-Mitglied der ersten Stunde - er hat Ende letzten Jahres in Leningrad eine IPPNW-Konferenz zur Abrüstung in der Polarregion organisiert. Wir beide sind mit Dr. Bondarenko seit vielen Jahren bekannt.

Februar 1991

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