Ausgabe April 1991

Memorandum `91

Statt Chaos und Krieg: Aufbaupolitik in Ostdeutschland - Frieden und Ausgleich am Golf

Am 19. März 1991 legte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik („Memorandum-Gruppe") auf einer Pressekonferenz in Bonn das diesjährige Memorandum mit Alternativen zur Wirtschaftspolitik der Bundesregierung vor. Die jährlichen Alternativ-Gutachten (Memoranden) der aus Wirtschaftswissenschaftlern/innen und Gewerkschaftern/innen bestehenden Gruppe erscheinen seit 1977 in den „Blättern", in der Regel im Mai- bzw. Juniheft und gegebenenfalls in Kurzfassung. Nachstehend veröffentlichen wir den Wortlaut der Kurzfassung des Memorandum '91. Die Langfassung erscheint Ende April im Kölner PapyRossa Verlag. - Der nachfolgend dokumentierte Text der Kurzfassung wurde noch während des Golfkrieges und vor den Steuerbeschlüssen der Bundesregierung abgeschlossen und konnte auf diese Entwicklungen keinen bezug nehmen. Die Memorandum-Gruppe hat auf der Presseerklärung dazu eine aktualisierende Erklärung vorgelegt. Vgl. zum wirtschaftspolitischen Kontext die Beiträge von Jörg Huffschmid („Blätter", 3/1991) und Rudolf Hickel (in diesem Heft). D. Red.

Mit Beginn des Jahres 1991 haben sich zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit die Rahmenbedingungen, unter denen die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung in Deutschland analysiert und Vorschläge für eine alternative Wirtschaftspolitik ausgearbeitet werden müssen, dramatisch verändert.

April 1991

Sie haben etwa 41% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 59% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

Zur Ausgabe Probeabo