Ausgabe Januar 1995

Metanoeite: Der Pazifismus und das leere Loch

Karlheinz Koppe, Leiter der Arbeitsstelle Friedensforschung Bonn (AFB) und ehemaliger Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung (DGFK), hat am 9. Mai 1994 sein 65. Lebensjahr vollendet und schied zum Ende des vergangenen Jahres aus seinem Amt aus. Zu Ehren Koppes veranstaltete der Vorstand der hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) am 16. Dezember ein wissenschaftliches Kolloquium mit dem Thema "Pazifismus heute". Professor Dr. Dieter Senghaas hielt einen Vortrag zur Einführung, der, neben anderen Beiträgen, gleichzeitig in der Festschrift erschienen ist: Thomas Domillikowski / Regine Mehl (Hrsg.), Dem Humanismus verpflichtet: Zur Aktualität pazifistischen Engagements. Festschrift für Karlheinz Koppe, agenda Verlag, Münster 1994. Wir drucken den Text mit freundlicher Genehmigung des Autors. An dieser Stelle möchten wir uns bei Karlheinz Koppe für sein Engagement als Vorsitzender des "Blätter"-Fördervereins "Gesellschaft zur Förderung politisch-wissenschaftlicher Publizistik und demokratischer Initiativen e.V." bedanken. Wir freuen uns, daß er die "Blätter" weiterhin in diesem Ehrenamt unterstützt. D. Red.

1. "Ursächlicher Pazifismus"

"Wer eine Folge beseitigen will, muß zunächst ihre Ursache beseitigen.

Januar 1995

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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