Ausgabe April 2001

Chronik des Monats Februar 2001

3.2. - L i b y e n. Auf einer von der Regierung organisierten Großkundgebung in Tripolis fordern die Teilnehmer die Aufhebung der gegen Libyen verhängten Sanktionen und die Freilassung des von einem schottischen Gericht in den Niederlanden zu lebenslanger Haft verurteilten libanesischen Staatsbürgers al-Megrahi. Der freigesprochene Libyer Fhimah behauptet im Fernsehen, es lägen neue Beweise vor, die den Flugzeugabsturz über Lockerbie mit der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) in Verbindung bringen (vgl. "Blätter", 3/2001, S. 262). 3.-4.2. - E U / U S A. Der nach der Amtsübernahme von Präsident Bush ernannte Verteidigungsminister Rumsfeld kommt nach Europa, um in München an der hochrangig besetzten 37. Konferenz für Sicherheitspolitik (früher "Wehrkunde-Tagung") teilzunehmen. Rumsfeld bekräftigt in seiner Rede die Absicht der neuen Administration in Washington, an dem Plan für das umstrittene Raketenabwehrsystem "National Missile Defense" (NMD) festzuhalten. Bundeskanzler Schröder verweist vor der Konferenz auf die Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und den USA. Beide Seiten müßten lernen, mit Meinungsverschiedenheiten und divergierenden Interessen verantwortungsvoll umzugehen.

5.2. - R u ß l a n d.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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