Ausgabe Januar 2013

Rettet die Universalbank!

Kaum ein Projekt in der Europäischen Union ist derzeit so umkämpft wie die vereinbarte Bankenunion. Nach dem Willen der französischen Regierung sollte sie bereits am 1. Januar 2013 in der Eurozone formal starten; nach dem Willen der Bundesregierung wird sich der Aufbau der dafür nötigen Institutionen dagegen mindestens über das ganze Jahr 2013 hinziehen. Die Bankenunion wird allerdings nur zwei der drei von der EU-Kommission vorgeschlagenen Elemente enthalten: die Abwicklung von Pleitebanken und die einheitliche Bankenaufsicht. Letzteres soll die Europäische Zentralbank übernehmen. Dagegen dürfte die Idee einer gemeinsamen Einlagensicherung nicht verwirklicht werden.

Offen bleibt auch, zu welchen strukturellen Reformen der Banken und des Bankensystems es kommen wird. So hatte der frisch gekürte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seinen Wahlkampf mit einer Attacke auf die Großbanken gestartet. In einem 30seitigen Positionspapier[1] fordert der Ex-Finanzminister die Auflösung der Universalbank. Für die Deutsche Bank wäre dies das Ende ihres Geschäftsmodells. Vier Fünftel der Gewinne der Deutschen Bank stammen derzeit aus dem Investmentbanking.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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