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»Das Urteil gegen Jimmy Lai markiert einen historischen Tiefpunkt für die Pressefreiheit in Hongkong«

Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen, 9.2.2026

Der britische Staatsbürger Jimmy Lai wurde am 9. Februar 2026 in Hongkong zu 20 Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen angeblicher „Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften“ und der Verschwörung zur Veröffentlichung „aufrührerischer Inhalte“. Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die Verhängung dieser Haftstrafe gegen den Gründer und Verleger der Zeitung Apple Daily aufs Schärfste. Das Urteil gegen Lai basiert auf konstruierten Vorwürfen nach dem Nationalen Sicherheitsgesetz, das seit Juni 2020 in Kraft ist. (...)

„Dieses Urteil markiert einen historischen Tiefpunkt für die Pressefreiheit in Hongkong seit der Einführung des Nationalen Sicherheitsgesetztes 2020“, sagt Sören Kittel, Pressereferent Asien bei RSF. „Die drakonische Haftstrafe gegen Jimmy Lai und die Verurteilungen der leitenden Apple-Daily-Mitarbeitenden zeigen, wie weit China geht, um freie Presse einzuschränken. Das Verfahren war von Beginn an offensichtlich politisch motiviert und dokumentiert, wie wenig rechtsstaatliche Standards gelten. Wenn die internationale Gemeinschaft jetzt nicht entschlossen handelt, wird aus Jimmy Lais Haftstrafe mit Sicherheit ein Todesurteil.“

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