Offener Brief zur Einführung der »Limo-Abgabe«, 18.2.2026
Wir, 46 Verbände aus den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft, Kinder- und Verbraucherschutz begrüßen die Initiative des CDU Landesverbands SchleswigHolstein, eine Bundesratsinitiative zu starten und auf dem CDU-Parteitag einen Antrag für eine Abgabe auf Süßgetränke einzubringen, außerordentlich. Die alarmierende Entwicklung im Bereich ernährungsbedingter Erkrankungen und die damit verbundenen rasant steigenden gesellschaftlichen Folgekosten erfordern entschlossenes Handeln.
Zuckergesüßte Getränke sind laut Weltgesundheitsorganisation ein zentraler Treiber für Adipositas, Typ 2-Diabetes und Karies. Der Zuckerverbrauch über Getränke ist hierzulande höher als über Süßigkeiten. Limonaden bilden auch eine Hauptquelle des Zuckerkonsums von Kindern. Kinder zwischen 7 und 13 Jahren trinken durchschnittlich etwa einen Viertelliter, männliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sogar einen halben Liter Süßgetränke täglich(!).
Eine nach Zuckergehalt gestaffelte Herstellerabgabe würde den Zuckerkonsum über Getränke in allen Altersgruppen deutlich reduzieren. Zudem würde sie laut Berechnungen der TU München und der Universität Liverpool hunderttausende Erkrankungen verhindern und bis zu 16 Milliarden Euro einsparen. Sie entlastet damit Beitragszahler, Krankenkassen und kommunale Haushalte. Etliche europäische Länder gehen diesen Weg bereits. Deutschland sollte folgen.
Den gesamten Brief finden Sie hier.