Stellungnahme der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora / Freundeskreis e.V., 5.3.2026
Die im »Statement« der Kampagne angeführten Argumente wie »Geschichtsrevisionismus und Genozidleugnung« in der Gedenkstätte Buchenwald entsprechen nicht den Tatsachen. Die Gedenkstätte verbreitet weder »israelische Propaganda« noch »liefert sie Munition für den andauernden Genozid in Palästina«.
Die im »Statement« kritisierte »interne Handreichung« wurde bereits im Sommer 2025 durch die Gedenkstätte Buchenwald zurückgezogen. Es gibt kein pauschales Verbot für das Tragen palästinensischer Symbole und der Kufiya.
Die Initiatoren der »Kampagne« verkennen die Tatsache, dass der Genozid an 6 Millionen jüdischen Menschen durch den deutschen Faschismus einen einzigartigen Kulturbruch in der Menschheitsgeschichte darstellt im Ergebnis dessen die UNO 1947 die Gründung des Staates Israel und 1948 die »Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes« beschloss.
Die Initiatoren der »Kampagne« distanzieren sich nicht vom Überfall der HAMAS vom 7. Oktober 2023, der ein Massaker an der israelischen Zivilbevölkerung war und somit einen Bruch des Völkerrechts darstellt. Solidarität mit dem palästinensischen Volk und seinem Befreiungskampf auf antifaschistischer Grundlage setzt hierzu aber eine klare Haltung voraus.
Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.