Dokumente zum Zeitgeschehen

»Das RKI schätzt, dass diese Hitze­periode bisher zu etwa 5.100 hitze­bedingten Sterbe­fällen in Deutschland führte«

Bericht vom Robert-Koch-Institut, 9.7.2026

Die Hitzeperiode Ende Juni 2026 hat in Deutschland neue Höchstwerte erreicht und war auch bezüglich der Wochenmitteltemperatur außer­gewöhnlich heiß. Das zeigt der neue Wochenbericht zur Hitzemortalität, den das Robert Koch-Institut am 9.7.2026 veröffentlicht hat. Das vom RKI entwickelte Hitze­modell schätzt, dass diese Hitze­periode bisher zu etwa 5.100 hitze­bedingten Sterbe­fällen in Deutschland führte.

Die in Deutschland in der Woche vom 22. bis 28. Juni gemessenen Temperaturen gibt es zwar in Süd­europa im Sommer durchaus häufiger, in Deutschland kamen derart hohe Temperaturen dagegen in dieser Stärke bisher nicht vor (siehe Deutscher Wetterdienst). In den vergangenen Jahren waren Hitze­perioden und Temperaturen sehr unter­schiedlich ausgeprägt: 2018 und 2019 waren die Jahre mit den höchsten hitze­bedingten Sterbe­fall­zahlen (8.400 bzw. 6.900) der letzten Dekade, 2022 bis 2025 lagen die Schätzungen jeweils bei rund 2.600 bis 4.900 Todesfällen.

Die Hitze­einwirkung führt sehr selten unmittel­bar zum Tod, in den meisten Fällen ist es die Kombination aus Hitze­exposition und bereits bestehenden Vor­­erkrankungen (u.a. Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen, Lungen­erkrankungen und Nieren­erkrankungen), die zum Tod führt. Daher wird Hitze auf dem Toten­schein dann nicht als die zugrunde liegende Todes­ursache angegeben und wird daher in der Todes­ursachen­statistik nicht sicht­bar. Das Aus­maß an hitze­bedingten Sterbe­fällen wird mit Hilfe von statistischen Methoden durch den Vergleich der Anzahl von Sterbe­fällen in Sommer­wochen mit und ohne Hitze bestimmt. Im ersten Wochen­bericht für Kalender­woche 25 hatte das RKI rund 800 hitze­bedingte Todes­fälle geschätzt, wegen der vergleichs­weise hohen statistischen Schwankung werden die einzelnen Wochen in den Wochen­berichten nicht getrennt ausgewiesen.


Den gesamten Bericht finden Sie hier