Ausgabe April 1990

Weitere Stimmen zum neuen Start der Blätter

„Die ,Blätter' stellen eine der rar gewordenen Diskussionsplattformen für diejenigen dar, die Denken und Auseinandersetzung emotionsgeladener Oberflächlichkeit vorziehen, die nationale Fragen international betrachtet und gelöst sehen wollen und für die es immer noch um das Ziel geht, selbstbestimmt und gleichberechtigt in einer demokratischen, sozialen, ökologischen und in jeder Hinsicht entmilitarisierten Gesellschaft zu leben. In diesem Sinne sind die ,Blätter' ein bedeutungsvoller Faktor der Meinungsbildung." (Angelika Hirschmüller, West-Berlin)

„Ich freue mich, daß die ,Blätter' weiter erscheinen können. Die Zeitschrift hat sich in den vergangenen Jahren in einer wohltuend pluralistischen Weise entwickelt. Wie kaum eine andere bietet sie die Chance zur kritischen Auseinandersetzung über Grundfragen der gesellschaftlichen Entwicklung zwischen unterschiedlichsten linken und ökologischen Reformkräften in und außerhalb der Bundesrepublik." (Hubert Kleinert, MdB, Bonn)

„Gratuliere! Auch die ,Blätter'-Redaktion, die doch gerade mit Scharfsinn ihr linkes Flaggschiff gerettet hatte, verliert die Orientierung. Damit steht sie nicht allein: Nach der Öffnung der Mauer zerstob die Linke in alle Richtungen... Die Analyse der ,Blätter' in Heft 3/1990, S.

April 1990

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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