2.8. - U S A. Die "Washington Post" berichtet über Bemühungen der USA zum Sturz der irakischen Regierung. Mit Beträgen von mehreren Mill. Dollar werde versucht, die Opposition gegen Präsident Hussein zu stärken und Gerichtsverfahren wegen irakischer Kriegsverbrechen vorzubereiten. Ein in Prag ansässiger Radiosender sei in die Pläne einbezogen. - Am 7.8. sind die amerikanischen Botschaften in Nairobi (Kenia) und Daressalam (Tansania) Ziel verheerender Bombenanschläge. Die Zahl der Toten und Verwundeten ist vor allem in Nairobi beträchtlich, das Botschaftsgebäude wird fast völlig zerstört. Amerikanische Sicherheitsexperten vermuten die Urheber der Anschläge in den Reihen islamistisch-terroristischer Gruppen. Der anonyme Sprecher einer bisher unbekannten Organisation mit dem Namen "Islamische Armee für die Befreiung der Heiligen Stätten" bekennt sich in einem Telefonanruf bei einer Kairoer Zeitung zu der Tat. Die US-Streitkräfte üben am 20.8 "Vergeltung". Präsident Clinton, der aus dem Urlaub vorübergehend ins Weiße Haus zurückkehrt, erklärt: "Heute haben wir zurückgeschlagen.
In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.