Ausgabe Mai 2009

Kurzgefasst

Harold Meyerson: Die Beerdigung der Reagan-Ära. Die ersten 100 Tage Barack Obamas im Weißen Haus

Der neue US-amerikanische Präsident hat zu Beginn seiner Amtszeit eine entschiedene Abwendung von der Politik George W. Bushs zu seinem Programm erklärt – sowohl in der Innen- als auch in der Außenpolitik. Harold Meyerson, Kommentator der „Washington Post“ und Herausgeber der Zeitschrift „American Prospect“, zieht eine erste – ambivalente – Bilanz der eingeleiteten Reformpolitik. Seine These: Gerade die innenpolitischen Reformen können eine neue „progressive Ära“ in der amerikanischen Politik begründen – wobei allerdings die von Finanzminister Timothy Geithner betriebene, verfehlte Bankenpolitik die Achillesferse der neuen Administration markiert.

Friedhelm Hengsbach: Nach der Krise ist vor der Krise. Für einen wirtschaftspolitischen Neustart ohne Finanzkapitalismus

Auf dem G 20-Gipfel von London suggerierten die Regierungschefs, Antworten auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise gefunden zu haben. Friedhelm Hengsbach, Professor em. für Christliche Sozialwissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, zeigt demgegenüber, dass die eigentlich erforderlichen Reformen einmal mehr ausgeblieben sind – gerade auch in der Bundesrepublik.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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