Ausgabe April 1990

Weitere Stimmen zum neuen Start der Blätter

„Die ,Blätter' stellen eine der rar gewordenen Diskussionsplattformen für diejenigen dar, die Denken und Auseinandersetzung emotionsgeladener Oberflächlichkeit vorziehen, die nationale Fragen international betrachtet und gelöst sehen wollen und für die es immer noch um das Ziel geht, selbstbestimmt und gleichberechtigt in einer demokratischen, sozialen, ökologischen und in jeder Hinsicht entmilitarisierten Gesellschaft zu leben. In diesem Sinne sind die ,Blätter' ein bedeutungsvoller Faktor der Meinungsbildung." (Angelika Hirschmüller, West-Berlin)

„Ich freue mich, daß die ,Blätter' weiter erscheinen können. Die Zeitschrift hat sich in den vergangenen Jahren in einer wohltuend pluralistischen Weise entwickelt. Wie kaum eine andere bietet sie die Chance zur kritischen Auseinandersetzung über Grundfragen der gesellschaftlichen Entwicklung zwischen unterschiedlichsten linken und ökologischen Reformkräften in und außerhalb der Bundesrepublik." (Hubert Kleinert, MdB, Bonn)

„Gratuliere! Auch die ,Blätter'-Redaktion, die doch gerade mit Scharfsinn ihr linkes Flaggschiff gerettet hatte, verliert die Orientierung. Damit steht sie nicht allein: Nach der Öffnung der Mauer zerstob die Linke in alle Richtungen... Die Analyse der ,Blätter' in Heft 3/1990, S.

April 1990

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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