Ausgabe März 2002

Chronik des Monats Januar 2002

2.1. - B u n d e s w e h r. Ein erster Flottenverband der Bundesmarine verläßt Wilhelmshaven, um sich an der Operation "Enduring Freedom" am Horn von Afrika zu beteiligen. Offiziell heißt es, Aufgabe der insgesamt zwölf Schiffseinheiten sei die Terrorbekämpfung in Zusammenarbeit mit britischen Streitkräften, vor allem die Unterbrechung des Nachschubs und der Fluchtwege terroristischer Organisationen. An Bord der Schiffe befinden sich rund 1000 Marinesoldaten. Marineflieger und Angehörige des Heeres sollten folgen, um einen geplanten Stützpunkt auf dem Festland zu sichern. - Am 12.1. bestätigt das Außenministerium von Djibouti eine Vereinbarung über die Stationierung mehrerer hundert Bundeswehrsoldaten.

3.1. - N a h e r O s t e n. US-Vermittler Zinni kehrt nach Berichterstattung in Washington in die Region zurück (vgl. "Blätter", 2/2002, S. 132). Zinni trifft sich am 4.2. zu einem Arbeitsfrühstück mit Israels Regierungschef Scharon und Außenminister Peres und reist anschließend nach Ramallah zu Palästinenserpräsident Arafat, der seit Dezember v.J. von der israelischen Armee in Hausarrest gehalten wird. Der israelische Generalstabschef Shaui Mofaz teilt am gleichen Tag vor der Presse mit, die Marine habe am Vorabend im Roten Meer ein Schiff mit 50 Tonnen Waffen und Kriegsmaterial aufgebracht.

Sie haben etwa 11% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 89% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

Zur Ausgabe Probeabo