Ausgabe April 2009

Kurzgefasst

Hans-Peter Waldrich: Tatort Schule

Nach Meißen, Erfurt und Emsdetten konfrontiert der Amoklauf eines 17jährigen Jugendlichen im baden-württembergischen Winnenden die schockierte Öffentlichkeit erneut mit der Frage, wo die Ursachen solcher Taten liegen. In seiner Analyse der Kontextbedingungen und Tatmotive deutet der Publizist und Pädagoge Hans-Peter Waldrich Schulamokläufe als ein primär gesellschaftliches Phänomen. Als Wurzeln derartiger Gewaltexzesse diagnostiziert er, neben soziokulturellen und innerfamilialen Problemen, insbesondere den Zustand der von Konkurrenz und Vereinzelung beherrschten Schulen.

Andreas Buro und Martin Singe: Expansion und Eskalation: 60 Jahre NATO

Anfang April feiert die NATO den 60. Jahrestag ihrer Gründung. Der Selbstinszenierung des Militärbündnisses während der kommenden Jubelfeierlichkeiten stellen Andreas Buro und Martin Singe, beide langjährige Aktivisten der bundesdeutschen Friedensbewegung, eine alternative, friedenspolitische Sicht auf die Geschichte und Gegenwart der NATO entgegen. Ihre These: Die NATO war nie ein bloßes Verteidigungsbündnis, sondern immer auch und gerade ein Instrument kapitalistischer Expansion.

Eric Chauvistré: Verdrängte Kriege.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2026

In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.

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