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Kolumbien: Frieden auf der Kippe

von Andreas Hetzer und Anna-Lena Dießelmann

Der Oktober begann in Kolumbien mit einem doppelten Paukenschlag: Erst votierte am 2. Oktober bei einem Referendum eine hauchdünne Mehrheit von 50,2 Prozent gegen das Friedensabkommen, das die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und die linksgerichtete FARC-Guerilla kurz zuvor unterzeichnet hatten. Dann erhielt Santos nur fünf Tage später überraschend den Friedensnobelpreis. Trotz dieser Würdigung durch das Norwegische Komitee ist nun völlig ungewiss, ob der lang ersehnte Friedensschluss umgesetzt wird. Für die extreme Rechte des Landes, die massiv gegen das Abkommen mobilisiert hatte, ist das ein Triumph. Sie sitzt nun plötzlich mit am Verhandlungstisch und will zahlreiche Punkte des erzielten Abkommens streichen.

(aus: »Blätter« 11/2016, Seite 13-16)
Themen: Lateinamerika, Demokratie und Krieg und Frieden

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