Ausgabe Oktober 1992

Wir ImmigrantInnen und das Einwanderungsland Bundesrepublik Deutschland

Ein alternativer Forderungskatalog der Föderation der Immigrantenvereine aus der Türkei (GDF)

 Nach den Ereignissen in Rostock und dem Positionswechsel zur Frage des Asylrechts in Teilen der SPD wird immer hektischer über die in unserer Gesellschaft lebenden sog. Ausländer geredet und auch entschieden. Was dabei kaum in die Öffentlichkeit gelangt, sind die Sichtweisen der Immigranten und Immigrantinnen selbst, von denen immerhin mehrere Millionen in der Bundesrepublik leben, viele bereits in der zweiten oder dritten Generation. In dem nachstehend abgedruckten Forderungskatalog formuliert die GDF (Türkiyeli Göcmen Dernekleri Federasyonu - Föderation der Immigrantenvereine aus der Türkei e.V.) ihre Vorstellungen vom friedlichen Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft und deren rechtlicher Verankerung.

Die GDF wurde im Jahre 1988 durch den Zusammenschluß von FIDEF (Föderation der Arbeitervereine aus der Türkei) und DIBAF (Europäische Föderation für demokratische Einheit) gegründet; in ihr sind Vereine und Arbeitsgruppen aus über 40 Städten der Bundesrepublik organisiert, Sitz des Bundesvorstands ist Düsseldorf, Vorsitzender Arif Ünal. Die GDF hat sich die Interessenvertietung der in der Bundesrepublik lebenden Immigrantinnen und Immigranten zur Aufgabe gemacht. Sie ist Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und eine von sechs Sprecherorganisationen des bundesweiten Netzwerks "S.O.S. Rassismus".

Oktober 1992

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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