Ausgabe Juni 1996

In eigener Sache

7 452 bezahlte "Blätter"-Abonnements verzeichnet der IVW-Bericht für das 1. Quartal 1996. Viel für ein Periodikum dieser Qualität - aber zu wenig.

Gewiß, 1989 hätten wir keine Wetten darauf abgeschlossen: sieben Jahre später werden die Blätter mehr zitiert, besprochen und nachgedruckt als je zuvor. Auch heute sind sie die mit Abstand größte unabhängige Politikzeitschrift im deutschen Sprachraum. Kontinuität und Erneuerung: Ein Drittel der heutigen Abonnentinnen und Abonnenten sind seit 1990 neu zu den Blättern gestoßen rund 2 500! Kaum ein politik- oder sozialwissenschaftliches Periodikum erreicht mit seinem Abo-Stamm die Größenordnung der von den "neuen Blättern" zugewonnenen Zahl. Ebenso verblüffend für die Zeitschriftenszene ist eine andere Größe: über 3 000 Abonnentinnen haben den Blättern seit 1981 und länger die Treue gehalten. Kontinuität und Erneuerung. Ein Projekt, in dem Leben steckt. Ein Lernprozeß mit langem Atem.

Soweit die guten Nachrichten...

Aber die Zwischenbilanz hat eine alarmierende Kehrseite: Die Weiterführung der Blätter ist, um es klar zu sagen, ökonomisch in Frage gestellt.

Juni 1996

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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