Ausgabe November 1996

Fünfzig Jahre Blätter

das wäre ein rundes Jubiläum. In diesem November wird die Zeitschrift erst mal 40. "Wer möchte, daß die Blätter über 1996 hinaus in der gewohnten Form weitergeführt werden können, möge sich - bitte - jetzt für ihre Konsolidierung und Weiterverbreitung engagieren", schrieben wir vor fünf Monaten (6/1996, S. 644).

Unsere Bitte ist nicht ungehört geblieben. Die neuesten Zahlen dazu: Vom 15. Mai bis zum 17. Oktober sind 407 neue Abonnements bestellt worden, was einen Saldo von plus 146 ergibt. In den letzten Jahren hatten wir für den gleichen Zeitraum einen Durchschnittssaldo von minus 200. Auch das Echo auf den (diesem Heft noch einmal beiliegenden) Spendenaufruf des Fördervereins ist weiterhin ermutigend: bislang sind 31695,60 DM eingegangen. Die 100 000 müßten zu schaffen sein - ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung der "Blätter" als unabhängiges Projekt im Eigenverlag der Redaktion. Herzlichen Dank allen, die sich bereits engagiert haben!

Wenn die positive Entwicklung anhält, ist das Weitererscheinen der Zeitschrift für 1997 finanziell gesichert. Soviel können wir heute immerhin sagen. Nach einem Jubelfest ist uns allerdings weder beim Blick auf die "Blätter" noch auf die Entwicklung "draußen im Lande" zumute. Die Zeit ist nicht danach.

November 1996

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Aktuelle Ausgabe September 2020

In der September-Ausgabe erkennt der Philosoph und »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas im Wiederaufbauplan der EU – 30 Jahre nach der Zäsur von 1989/90 – eine zweite Chance für die innerdeutsche wie auch für die europäische Einheit. Die Literaturwissenschaftlerin Sarah Churchwell beleuchtet die langen Linien des amerikanischen Faschismus – vom Ku-Klux-Klan bis zu Donald Trump. Der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze plädiert angesichts des Handelskriegs zwischen China und den USA für eine neue globale Entspannungspolitik. Und die Islamwissenschaftlerin Alexandra Senfft portraitiert den Kampf der Frauen gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

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