Ausgabe März 1998

In eigener Sache

Wie gehen wir damit um, daß Anfang 1998 nicht wie 1997 ein positiver Abo-Saldo zu vermelden ist? 622 Abonnentinnen und Abonnenten konnten die "Blätter" 1997 neu gewinnen, 594 haben abbestellt, 178 sind unbekannt verzogen oder haben trotz wiederholter Mahnung nicht bezahlt. Von Heft 1/1998 wurden daher 7 426 Exemplare ausgeliefert, genau 150 weniger als vor einem Jahr (1/1997: 7 576 Expl.). Abzüglich der Freiexemplare bleiben unter dem Strich 7 233 bezahlte Abonnements. Vor Jahren waren wir davon ausgegangen, daß rund 8 000 bezahlte Abonnements die Untergrenze für den wirtschaftlichen Bestand der "Blätter" auf dem gewohnten Qualitätsniveau darstellen. Die Rechnung gilt noch. Corinna Hauswedell, Karlheinz Koppe und Wolfgang Zellner schreiben dazu in ihrem Brief an die Mitglieder des Fördervereins, nichts liege ihnen ferner, als in Alarmismus zu machen. Nach wie vor schnitten die "Blätter" besser ab als vergleichbare Periodika.

Aber: "Weitere substantielle Abonnementverluste sind kaum noch zu verkraften." Nur der Förderverein könne "jene Zusatz-Mittel aufbringen, die für Qualitätssicherung und Werbung erforderlich sind." In der Tat hat allein der Zuschuß des Fördervereins es dem Blätter-Verlag erlaubt, auch für 1997 ausgeglichen abzuschließen.

März 1998

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Aktuelle Ausgabe September 2020

In der September-Ausgabe erkennt der Philosoph und »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas im Wiederaufbauplan der EU – 30 Jahre nach der Zäsur von 1989/90 – eine zweite Chance für die innerdeutsche wie auch für die europäische Einheit. Die Literaturwissenschaftlerin Sarah Churchwell beleuchtet die langen Linien des amerikanischen Faschismus – vom Ku-Klux-Klan bis zu Donald Trump. Der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze plädiert angesichts des Handelskriegs zwischen China und den USA für eine neue globale Entspannungspolitik. Und die Islamwissenschaftlerin Alexandra Senfft portraitiert den Kampf der Frauen gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

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