Ausgabe Mai 1998

Für ein neues Modell Deutschland

Abschlußbericht der Zukunftskommission der Friedrich-Ebert-Stiftung (Auszüge)

Am 30. März stellte die Zukunftskommission der Friedrich-EbertStiftung (FES) nach zweieinhalbjähriger Arbeit auf einer Pressekonferenz in Bonn ihren Abschlußbericht vor. Er trägt den Titel "Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, sozialer Zusammenhalt, ökologische Nachhaltigkeit. Drei Ziele - ein Weg". Die 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter Friedhelm Hengsbach, Lutz Hoffmann, Stephan Leibfried, Fritz W. Scharpf und Sibylle Tönnies vertreten dann den Anspruch, die drängenden Zukunftsprobleme im Zusammenhang zu analysieren und aufeinander abstimmbare Lösungsvorschlage zu unterbreiten - von einem "magischen Dreieck" ist die Rede, anders als bei der sächsisch-bayerischen Zukunftskommission (vgl. "Blätter", 2/1998 und 3/1998), die sich, so der FES-Kommissionsvorsitzende Frieder Meyer-Krahmer, zwar gründlich mit dem Arbeitsmarkt beschäftigt, doch die sozialen Konsequenzen ihrer Lösungsvorschläge als nicht in ihrer Zuständigkeit betrachtet habe. Der 400 Seiten starke Bericht erschien als Buch im Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn. Wir dokumentieren Auszüge aus der Kurzfassung. - D. Red.

1. Die Bundesrepublik Deutschland.

Mai 1998

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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