Ausgabe Dezember 2000

Green Cards für die New Economy

Eine erste Bilanz

Beherrschten bis Ende 1998 die Klagen über die anhaltend hohe Massenarbeitslosigkeit und die Rede vom "Ende der Arbeit" über zwei Jahrzehnte die wissenschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen, so sind heute - trotz der rund 3,8 Millionen registrierten Arbeitslosen und einer geschätzten Arbeitsplatzlücke von rund sechs Millionen Stellen - ganz neue Töne in der arbeitsmarktpolitischen Debatte zu hören: Es ist die Rede vom Mangel an Arbeitskräften, von der Halbierung der Arbeitslosigkeit und von der Möglichkeit, Vollbeschäftigung in absehbarer Zeit wieder zu erreichen. Inmitten eines Meeres an Massenarbeitslosigkeit herrscht offensichtlich Not an Arbeitskräften. Die Informationsindustrie beklagt ein Defizit von rund 75 000 qualifizierten Fachleuten. Und selbst Branchen, die noch vor wenigen Jahren Personal entlassen haben, wie die Elektrotechnik und der Maschinenbau, stöhnen zunehmend über einen Mangel an Arbeitskräften.

Sie haben etwa 3% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 97% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Mai 2020

In der Mai-Ausgabe analysiert der Historiker Adam Tooze das radikal Neue der Coronakrise, deren ökonomische Folgen uns noch auf Jahrzehnte beschäftigen werden. Die Politikwissenschaftler Kurt M. Campbell und Rush Doshi zeigen, wie sich China im Kampf gegen die Pandemie als neue globale Führungsmacht positioniert – vor allem gegen die USA. Der Historiker Yuval Noah Harari mahnt, dass wir Herausforderungen wie Covid-19 nur in globaler Kooperation bewältigen können. „Blätter“-Redakteur Albrecht von Lucke erörtert, wie sich die Demokratie gegen den Ausnahmezustand bewähren kann – und muss. Und Simone Schlindwein, Ellen Ehmke, Jessé Souza sowie Franziska Fluhr widmen sich den Folgen der Coronakrise für den globalen Süden.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema