Ausgabe Dezember 2000

Green Cards für die New Economy

Eine erste Bilanz

Beherrschten bis Ende 1998 die Klagen über die anhaltend hohe Massenarbeitslosigkeit und die Rede vom "Ende der Arbeit" über zwei Jahrzehnte die wissenschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen, so sind heute - trotz der rund 3,8 Millionen registrierten Arbeitslosen und einer geschätzten Arbeitsplatzlücke von rund sechs Millionen Stellen - ganz neue Töne in der arbeitsmarktpolitischen Debatte zu hören: Es ist die Rede vom Mangel an Arbeitskräften, von der Halbierung der Arbeitslosigkeit und von der Möglichkeit, Vollbeschäftigung in absehbarer Zeit wieder zu erreichen. Inmitten eines Meeres an Massenarbeitslosigkeit herrscht offensichtlich Not an Arbeitskräften. Die Informationsindustrie beklagt ein Defizit von rund 75 000 qualifizierten Fachleuten. Und selbst Branchen, die noch vor wenigen Jahren Personal entlassen haben, wie die Elektrotechnik und der Maschinenbau, stöhnen zunehmend über einen Mangel an Arbeitskräften.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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