Ausgabe November 2000

Rückkehr zum Gastarbeitermodell?

Weichenstellungen einer Einwanderungspolitik

Dieter Oberndörfer ist Vorsitzender des Rates für Migration (RfM), eines bundesweiten Zusammenschlusses von mit Migration, Integration und interkultureller Begegnung im weitesten Sinne beschäftigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen und Forschungsrichtungen. Sie treten ein für aktiv gestaltende Migrations- und Integrationspolitik mit langfristigen Perspektiven, gestützt auf umfassende integrale Konzepte. Sein hier abgedruckter Beitrag ist die (gekürzte) "Blätter"-Version des Schlußworts aus dem zur Buchmesse vorgelegten "Migrationsreport 2000". Der Report des Rates für Migration bietet Entwicklungs- und Trendanalysen, Orientierungshilfen zum aktuellen Stand der politischen Diskussion und zur Einschätzung der "neuen Migrationspolitik " der Bundesregierung. Sie hat nach Einschätzung der Autoren zwar wichtige Schritte voran gebracht, ist aber noch weit entfernt von der geforderten "Normalisierung" des Verhältnisses der Politik zum Angstthema Einwanderung. Der Rat für Migration ist 1997/98 aus einem Kreis der Wissenschaftlergruppe um das "Manifest der 60: Deutschland und die Einwanderung" (Hg. v. Klaus J. Bade, München 1994) hervorgegangen.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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