Ausgabe Februar 2001

Migration und Asyl im geteilten und vereinigten Deutschland

In der Geschichte von transnationaler Migration und staatlicher Migrationspolitik gab es im geteilten Deutschland unterschiedliche und zum Teil gegensätzliche Entwicklungen und Erfahrungen. Deshalb brachten die einander fremd gewordenen Deutschen in den Prozeß der Vereinigung auch unterschiedliche his gegensätzliche Erfahrungen im Umgang mit zugewanderten Fremden ein. Wir überblicken in zwei Längsschnitten zur Geschichte der Arbeitswanderung und zur Geschichte von Flucht und Asyl die Entwicklung im geteilten und im vereinigten Deutschland.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde das "Wirtschaftswunder" auf der Arbeitsmarktseite von drei großen Zuwanderungsschüben getragen: Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zunächst ca. 12 Millionen deutsche Flüchtlinge und Vertriebene in die drei westlichen Besatzungszonen geströmt. Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 wanderten bis zum Bau der Mauer 1961 ca. 3,1 Millionen Deutsche von Ost- nach Westdeutschland (aber auch rund 400 000 in umgekehrter Richtung). Seit Mitte der 50er Jahre - nur zehn Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Zwangsarbeiterbeschäftigung - trat erneut Ausländerbeschäftigung in großem Umfang hinzu.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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