Ausgabe Juni 2001

Demokratisch, praktisch gut?

Das Europa der Regionen und die Osterweiterung

Das "Europa der Regionen", so scheint es, ist das Europa der Zukunft. Der traditionelle europäische Nationalstaat kann die Aufgaben, die ihn einst charakterisierten, nicht mehr ausreichend erfüllen: Er wird durch gleichzeitige Entwicklungen wie die wirtschaftliche Globalisierung und die zunehmenden internationalen sozialen, ökologischen und (sicherheits-)politischen Interdependenzen von oben sowie durch die regionalistischen Bewegungen von unten in Frage gestellt: In der Folge gibt er Kompetenzen an die Europäische Union und die Regionen ab und ist nur noch ein Akteur im DreiEbenen-System der EU. Evidenzen für diese Veränderungen in Richtung eines "Europa der Regionen" gäbe es, so meinen jedenfalls die zahlreichen Vertreter dieser Interpretation des europäischen Einigungsprozesses, genug: Haben nicht viele EU-Mitgliedsstaaten in den letzten Jahren auf die Forderungen der regionalistischen Bewegungen reagiert und Kompetenzen an die Regionen abgegeben bzw.

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