Ausgabe Februar 2005

Forschung und Entwicklung in Ostdeutschland

Die transformationsbedingte Deindustrialisierung Ostdeutschlands ist verfestigt und auf absehbare Zeit irreparabel, mit gravierenden sozialen und politischen Konsequenzen für die gesamte Bundesrepublik. Gerade deshalb muss vor allem die Wirtschaftspolitik Mittel und Wege erschließen, um - auf lange Sicht und kontinuierlich - der industriellen Entwicklung in den neuen Ländern wirksame Impulse zu geben. Dazu zählen der Ausbau und die Förderung von Potentialen in Forschung und Entwicklung (FuE), da Innovationen neben Produktionswachstum und Beschäftigung auch Produktivität und Einkommen stimulieren. Die Erfassung und Bewertung des ostdeutschen FuE-Potentials gewährt deshalb aufschlussreiche Einblicke in die künftige Wirtschaftsentwicklung und lässt die Chancen für Produktivitäts- und Einkommensfortschritte, aber auch die große Kluft zum westdeutschen Potential, erkennen.

Das Forschungsinstitut EuroNorm hat die Entwicklung von FuE in den neuen Ländern von Anfang an analysiert und Mitte 2004 einen erneuten Bericht darüber vorgelegt. 1 Darin heißt es:

"Kontinuierlich FuE-betreibende Unternehmen - mit einem Anteil von lediglich 11 Prozent am Gesamtbestand der Industrieunternehmen - erwirtschaften etwa 20 Prozent des Umsatz- und etwa 30 Prozent des Exportvolumens der ostdeutschen Industrie.

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