Ausgabe März 2006

Die verlorenen Dialoge der Zivilisationen

Ein Essay des Literaturnobelpreisträgers

Wenn die indische Schriftstellerin Arundhati Roy gegen die Überschwemmung menschlicher Gemeinschaften durch die Flutwasser eines Staudammes kämpft, dann protestiert sie nicht nur gegen den Vormarsch der Technologie auf Kosten lebender Gemeinschaften. Sie schützt auch das Erbe und die Kultur, die fundamentalen Bestandteile der Zivilisation, die eine menschliche Gemeinschaft definieren und sie als eine lebendige Einheit auszeichnen, die ihre Existenz kontinuierlich neu schafft. Wir haben es uns aber angewöhnt, Fortschritt mit dem technischen Fortschritt gleichzusetzen, nach dem Motto „je gigantischer, desto besser“, so dass vieles von dem, was wir als eindeutige Belege für die Leistungen des menschlichen Geistes ansehen, zerstört wird.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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