Ausgabe November 2008

Weimar auf Italienisch. Ein Gespräch

Valentino Parlato wurde 1931 in Tripolis/Libyen geboren, wo sein sizilianischer Vater als Finanzbeamter tätig war. Seit seiner Ausweisung aus Libyen im Jahre 1951 wegen „subversiver Umtriebe“ lebt Parlato in Rom. Er studierte Jura, trat der Kommunistischen Partei Italiens (KPI) bei und arbeitete als Journalist in deren Presseorganen, wie „Unità“ und „Rinascita“.Valentino Parlato wurde 1931 in Tripolis/Libyen geboren, wo sein sizilianischer Vater als Finanzbeamter tätig war. Seit seiner Ausweisung aus Libyen im Jahre 1951 wegen „subversiver Umtriebe“ lebt Parlato in Rom. Er studierte Jura, trat der Kommunistischen Partei Italiens (KPI) bei und arbeitete als Journalist in deren Presseorganen, wie „Unità“ und „Rinascita“. Zudem gab er zahlreiche politische Bücher heraus. Im Jahre 1969 wurde Parlato mit anderen „Linksabweichlern“ aus der KPI ausgeschlossen, woraufhin er – gemeinsam mit Rossana Rossanda, Luigi Pintor, Lucio Magri und anderen – das genossenschaftliche Kollektiv „il manifesto“ gründete, das seit 1971 die gleichnamige Tageszeitung in Rom herausgibt. Heute ist er dessen Präsident und geht noch fast täglich in die Redaktion an seine alte Schreibmaschine.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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