Valentino Parlato wurde 1931 in Tripolis/Libyen geboren, wo sein sizilianischer Vater als Finanzbeamter tätig war. Seit seiner Ausweisung aus Libyen im Jahre 1951 wegen „subversiver Umtriebe“ lebt Parlato in Rom. Er studierte Jura, trat der Kommunistischen Partei Italiens (KPI) bei und arbeitete als Journalist in deren Presseorganen, wie „Unità“ und „Rinascita“.Valentino Parlato wurde 1931 in Tripolis/Libyen geboren, wo sein sizilianischer Vater als Finanzbeamter tätig war. Seit seiner Ausweisung aus Libyen im Jahre 1951 wegen „subversiver Umtriebe“ lebt Parlato in Rom. Er studierte Jura, trat der Kommunistischen Partei Italiens (KPI) bei und arbeitete als Journalist in deren Presseorganen, wie „Unità“ und „Rinascita“. Zudem gab er zahlreiche politische Bücher heraus. Im Jahre 1969 wurde Parlato mit anderen „Linksabweichlern“ aus der KPI ausgeschlossen, woraufhin er – gemeinsam mit Rossana Rossanda, Luigi Pintor, Lucio Magri und anderen – das genossenschaftliche Kollektiv „il manifesto“ gründete, das seit 1971 die gleichnamige Tageszeitung in Rom herausgibt. Heute ist er dessen Präsident und geht noch fast täglich in die Redaktion an seine alte Schreibmaschine.
In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.