Ausgabe Februar 2009

Kurzgefasst

Mike Davis: Wer wird die Arche bauen? Das Gebot utopischen Denkens im Zeitalter der Katastrophen

Unsere gute, alte Erde, die in den letzten 12 000 Jahren unsere Heimat war, existiert nicht mehr. Der renommierte Urbanist und Bestseller-Autor Mike Davis skizziert die – immer noch unterschätzten – dramatischen Folgen der urban-industriellen Lebensweise und die ökologische Schuld des globalen Nordens. Zugleich fordert Davis dazu auf, dem Pessimismus des Intellekts mit einem Optimismus der Phantasie zu begegnen. Die utopische Kritik der modernen Stadt biete die Möglichkeit, der sozialen und ökologischen Probleme Herr zu werden.

Robert Misik: Das Ende des heroischen Unternehmers

Mit dem Crash des globalen Finanzsystems brach auch ein Weltbild zusammen: der Neoliberalismus. Der Kapitalismus überlebte – weil der Staat ihn gerettet hat. Der Publizist Robert Misik zeigt, wie mit der neoliberalen Ideologie auch das Schumpetersche Ideal des heroischen Unternehmers kollabierte. Deshalb müsse eine auf Keynes gestützte „Kritik des Eigennutzes“ den Marktliberalen ihren gesellschaftlichen Nährboden entziehen. Denn das „heroische“ Glück einiger weniger darf nicht auf dem Unglück vieler anderer basieren.

Dan Diner, Akiva Eldar und Heiko Flottau: Krieg um Gaza

Der Krieg, den Israel zwischen dem 27.12.2008 und dem 17.1.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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