Ausgabe Januar 2009

Die Ware Mensch

Sklaverei im 21. Jahrhundert

Sklaverei ist der Inbegriff dessen, was der Menschenwürde widerspricht“, so der renommierte Rechtstheoretiker Klaus Günther.1 Und tatsächlich verbietet das Völkerrecht seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahre 1948 Sklaverei als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.2 Dennoch stehen Sklaven- und Zwangsarbeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts in voller Blüte.

Sklaverei ist der Inbegriff dessen, was der Menschenwürde widerspricht“, so der renommierte Rechtstheoretiker Klaus Günther.1 Und tatsächlich verbietet das Völkerrecht seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahre 1948 Sklaverei als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.2

Dennoch stehen Sklaven- und Zwangsarbeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts in voller Blüte. Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) geht davon aus, dass sich weltweit mehr als zwölf Millionen Menschen in der Sklaverei befinden – darunter sechs Millionen Kinder. Die Experten-Organisationen „Free the Slaves“ und „iAbolish“3 schätzen die Zahl der Sklaven sogar auf bis zu 27 Millionen. Jährlich werden allein 1,2 Millionen weitere Kinder in die Sklaverei verkauft.

In der Berichterstattung deutscher Medien allerdings spielen moderne Sklaverei und Menschenhandel – abgesehen von gelegentlichen Skandalmeldungen – kaum eine Rolle.

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