Ausgabe Juli 2009

Neoliberalismus auf Japanisch

Inmitten der Weltwirtschaftskrise, in deren Verlauf sich Japan von einem vermeintlichen Zuschauer zu einem am schwersten getroffenen Opfer gewandelt hat, 1 bereiten sich die japanischen Parteien auf die in den nächsten Wochen anstehende Wahl zum Unterhaus vor.

Inmitten der Weltwirtschaftskrise, in deren Verlauf sich Japan von einem vermeintlichen Zuschauer zu einem am schwersten getroffenen Opfer gewandelt hat, 1 bereiten sich die japanischen Parteien auf die in den nächsten Wochen anstehende Wahl zum Unterhaus vor. Zum ersten Mal seit über 15 Jahren ist dabei die Mehrheit der in der Nachkriegszeit fast ununterbrochen regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) gefährdet. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen die Wirtschaftskrise und die anhaltende Kontroverse über die richtigen Gegenmaßnahmen. Erst zu Beginn dieses Jahrzehnts konnte die japanische Volkswirtschaft nach einer langjährigen Phase der Stagnation wieder ein bescheidenes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Umso härter trifft nun die neuerliche Rezession das Land. Dabei droht das scheinbar sichere Finanzsystem Japans nicht nur an der spekulativen Aufwertung des Yen, sondern vor allem an der rückläufigen Produktion zu scheitern.

Die Wirtschaftskrise belastet in Japan, ähnlich wie in Deutschland, in erster Linie den Export.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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