Ausgabe Mai 2009

Die Beerdigung der Reagan-Ära

Die ersten 100 Tage Barack Obamas im Weißen Haus

In den ersten 100 Tagen seiner Präsidentschaft hat Barack Obama sich, ganz ähnlich wie in den etwa 500 Tagen seines Wahlkampfs zuvor, hauptsächlich mit der Schaffung eines nachhaltigeren – und etwas sozialeren – amerikanischen Kapitalismus befasst. Im Wahlkampf konzentrierte er sich auf Felder, auf denen Amerika nicht besonders gut funktioniert, und skizzierte einige Lösungswege: Das Gesundheitswesen ist viel zu teuer und lässt zugleich fast 50 Millionen Amerikaner unversorgt? Er werde Gesundheitsversorgung für alle einführen, und zwar kostenbewusst. Die Erwärmung der Erdatmosphäre steigt bedrohlich an, und Amerika gibt für ausländisches Öl ein Vermögen aus? Er werde einen Kurs einschlagen, der unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringert. Weiterführende Bildung wird immer kostspieliger, und immer weniger junge Leute können sie sich leisten? Da wird er einspringen und die Bürde mit öffentlichen Mitteln erleichtern. Amerikas Arbeiter haben, anders als früher, keinen Anteil mehr an den Früchten erhöhter Produktivität? Er wird helfen, die Arbeiterbewegung wiederzubeleben.

Mit der Verwirklichung dieser Versprechen hat Obama bereits in beachtlichem Maße begonnen.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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