Ausgabe Oktober 2009

Chávez oder Uribe?

Lateinamerika zwischen Linkswende und Rechtsputsch

Der Putsch in Honduras, die anhaltenden Konflikte zwischen Venezuela und Kolumbien sowie zunehmende soziale Auseinandersetzungen in vielen lateinamerikanischen Ländern zeigen, dass der Subkontinent am Scheideweg steht. Überall scheinen die Kräfte von Reform und Gegenreform miteinander um die Vorherrschaft zu ringen. Die Brisanz dieses Kampfes wird durch die Weltwirtschaftskrise noch erhöht.

Der Putsch in Honduras, die anhaltenden Konflikte zwischen Venezuela und Kolumbien sowie zunehmende soziale Auseinandersetzungen in vielen lateinamerikanischen Ländern zeigen, dass der Subkontinent am Scheideweg steht. Überall scheinen die Kräfte von Reform und Gegenreform miteinander um die Vorherrschaft zu ringen.

Die Brisanz dieses Kampfes wird durch die Weltwirtschaftskrise noch erhöht. Denn auch Lateinamerika geriet in den vergangenen Monaten in den Sog der Krise und damit in eine Phase wirtschaftlicher Stagnation. Nach Jahren, die von makroökonomischer Stabilität, hohen Wachstumsraten, Devisenzuflüssen und sinkender Armut gekennzeichnet waren, verursachen die ungünstigen außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und hier vor allem die fallenden Rohstoffpreise, einen Rückgang der regionalen Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um zwei Prozent.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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