Ausgabe Januar 2010

Mit der Bibel gegen Darwin

Der Aufstieg des Kreationismus

Charles Darwins „Über die Entstehung der Arten“ gilt heute als eines der wichtigsten Werke der Wissenschaft. Es revolutionierte nicht nur das Selbstverständnis der damaligen Naturforschung, sondern auch das Welt- und Selbstbild der Moderne. Begleitet von den epochalen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts wurde die Evolutionstheorie zur Grundlage der modernen Biologie. Auch über die Naturwissenschaften hinaus greifen verschiedenste Forschungszweige längst auf Darwins Überlegungen zurück. Insbesondere in den Sozialwissenschaften werden die neuesten Erkenntnisse der Evolutionsforschung in den Kontext kultureller und sozialer Prozesse mit einbezogen. 1

Dennoch spaltet die Darwinsche Revolution bis heute die Gesellschaft. Dies überrascht zunächst einmal nicht, stellt doch die Evolutionsbiologie die Vorstellung einer übernatürlichen Schöpfung ebenso in Frage wie die herausragende Stellung des Menschen. Anders als die meisten naturwissenschaftlichen Disziplinen berührt die Biologie damit explizit das persönliche, weltanschaulich geprägte Deutungsmuster der Menschen.

Beschränkte sich die Evolutionsbiologie lange Zeit darauf, Antworten im Hinblick auf das „survival of the fittest“ in der belebten Natur zu geben, drängt die moderne Evolutionsbiologie in den Bereich der Religionen vor und stellt Fragen, die lange Zeit als wissenschaftliches Tabu galten.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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