Ausgabe Januar 2011

Die Rückkehr der Autoren

Die Zukunft des Urheberrechts

Das Internet hat zu einem tiefgreifenden Wandel unseres Medienkonsums geführt. Durch neue digitale Distributionskanäle bzw. den kostenlosen Download von Musik, Videos und Texten gerät das traditionelle Verwertungsmodell künstlerischer Werke massiv unter Druck. In der Folge hat auch die Diskussion über eine Reform des Urheberrechts an Bedeutung gewonnen, in der die unterschiedlichen Interessen der Akteure aufeinanderprallen.

Mit den folgenden beiden Artikeln präsentieren die „Blätter“ zwei unterschiedliche Sichtweisen und Strategien. Angesichts der digitalen Möglichkeiten für Autoren argumentiert der Kulturwissenschaftler Ilja Braun gegen das Vermarktungsmonopol der Verlage. Mit besonderem Augenmerk auf die Musikbranche optiert „Blätter“-Redakteur Daniel Leisegang für einen anderen Weg, nämlich die Einführung einer sogenannten Kulturflatrate. – D. Red.

 

Ein Gespenst geht um in Europa: das Gespenst der Piraterie. Anfangs trieb es sein Unwesen bloß in den Gefilden der Popmusikindustrie. Seit jedoch E-Books zunehmend Verbreitung finden, spukt es auch auf dem Buchmarkt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Verlage und Handel vertritt, hat die Politik aufgerufen, gegen die „unerlaubte Verwertung von Musik- und Textdarbietungen“ vorzugehen.

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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