Ausgabe Januar 2011

Die Rückkehr der Autoren

Die Zukunft des Urheberrechts

Das Internet hat zu einem tiefgreifenden Wandel unseres Medienkonsums geführt. Durch neue digitale Distributionskanäle bzw. den kostenlosen Download von Musik, Videos und Texten gerät das traditionelle Verwertungsmodell künstlerischer Werke massiv unter Druck. In der Folge hat auch die Diskussion über eine Reform des Urheberrechts an Bedeutung gewonnen, in der die unterschiedlichen Interessen der Akteure aufeinanderprallen.

Mit den folgenden beiden Artikeln präsentieren die „Blätter“ zwei unterschiedliche Sichtweisen und Strategien. Angesichts der digitalen Möglichkeiten für Autoren argumentiert der Kulturwissenschaftler Ilja Braun gegen das Vermarktungsmonopol der Verlage. Mit besonderem Augenmerk auf die Musikbranche optiert „Blätter“-Redakteur Daniel Leisegang für einen anderen Weg, nämlich die Einführung einer sogenannten Kulturflatrate. – D. Red.

 

Ein Gespenst geht um in Europa: das Gespenst der Piraterie. Anfangs trieb es sein Unwesen bloß in den Gefilden der Popmusikindustrie. Seit jedoch E-Books zunehmend Verbreitung finden, spukt es auch auf dem Buchmarkt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Verlage und Handel vertritt, hat die Politik aufgerufen, gegen die „unerlaubte Verwertung von Musik- und Textdarbietungen“ vorzugehen.

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Aktuelle Ausgabe November 2020

In der November-Ausgabe analysieren die Politikwissenschaftler Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, wie eine Politik der Feindschaft zunehmend die US-amerikanische Demokratie zersetzt. Der Journalist George Packer sieht – mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl am 3. November – eine letzte Chance, Amerika neu zu erschaffen. Der Ökonom James K. Galbraith plädiert in Zeiten der Krise für eine Rückbesinnung auf den Rooseveltschen New Deal. „Blätter“-Redakteur Daniel Leisegang warnt vor einem digitalen Kalten Krieg zwischen den USA und China. Und die Politikwissenschaftlerin Melanie Müller beleuchtet den doppelten Kampf Südafrikas gegen Corona und Korruption.

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