Ausgabe März 2011

Jemen: Protest und Dialog

Die anhaltenden Demonstrationen in der arabischen Welt haben die Region bereits heute grundlegend verändert, wenn auch die weiteren Entwicklungen derzeit noch nicht absehbar sind. Die „Blätter“ diskutieren Chancen und Risiken der Bewegung in den am stärksten betroffenen Ländern. Zunächst vermittelt Mohammed Bamyeh einen unmittelbaren Eindruck der Proteste in Kairo (Übersetzung aus dem Englischen: Katrin Sieg). Anschließend analysiert Cilja Harders die Hintergründe der ägyptischen Demokratiebewegung, bevor Werner Ruf den Blick auf die Ursprünge der Revolution in Tunesien richtet und nach deren möglicher Ausbreitung in andere Maghreb-Staaten fragt. Jens Heibach diskutiert den Charakter der – im Vergleich mit Tunesien und Ägypten – völlig anders gearteten Demokratiebewegung im Jemen. Abschließend warnt Rami G. Khouri (Übersetzung aus dem Englischen: Karl D. Bredthauer) nicht zuletzt angesichts des Versagens der westlichen Regierungen vor einer allzu optimistischen Einschätzung der weiteren Entwicklung, speziell in Ägypten. – D. Red.

 

Zur Überraschung vieler kam es auch im Jemen zu gewaltigen Demonstrationen, obwohl das Land in der Regel nur als Rückzugsort für Al Qaida bekannt ist.

Sie haben etwa 14% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 86% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (3.00€)
Digitalausgabe kaufen (9.50€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema

Die Zukunft des Regierens: Projekte statt Koalitionen?

von Albrecht von Lucke

Eigentlich hätte es ein perfekter Start ins neue Jahr für die Grünen sein können: Mit präsidialer Begleitung und stolz geschwellter Brust feierte die Partei ihren 40. Geburtstag und wurde im Hochgefühl ihrer starken Umfrageergebnisse prompt zur neuen Kanzlerschaftsfavoritin geadelt: „Wer besiegt Robert Habeck?“, fragt scheinbar voller Sorgen „Die Welt“.