Ausgabe Februar 2012

Der Tschad und seine unruhigen Nachbarn

Die zentralafrikanische Republik Tschad befindet sich in unruhiger Nachbarschaft: Die im Juli 2011 vollzogene Teilung des Sudan im Osten, die Unruhen in den nordafrikanischen Staaten und insbesondere die Umwälzungen in Libyen stellen das von Bürgerkriegen, Flüchtlingsströmen, Korruption und extremer Armut geprägte Land vor neue Herausforderungen. Ob es diese erfolgreich bewältigen kann, ist fraglich: Die ebenfalls 2011 im Tschad abgehaltenen Wahlen scheinen jedenfalls die bestehenden Machtverhältnisse zu verstetigen – und damit auch die Probleme des Landes.

Für den Tschad war das Jahr 2011 ein Superwahljahr: Nachdem die Regierungspartei, der von einer Rebellenbewegung zur Regierungspartei gewandelte Movement Patriotique du Salut (MPS), bei den Parlamentswahlen am 13. Februar erwartungsgemäß die Mehrheit der insgesamt 188 Parlamentssitze errungen hatte – mit den Stimmen ihrer Alliierten kommt sie nun auf 133 Sitze –, bescherten auch die Präsidentschaftswahlen am 24. April dem amtierenden Präsidenten Idriss Déby Itno eine satte Mehrheit von 88,6 Prozent der Stimmen. Seiner vierten Amtszeit stand damit nichts mehr im Weg.

Sie haben etwa 7% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 93% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1.00€)
Digitalausgabe kaufen (9.50€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema